Die Armutskonferenz hat die "Diskriminierung" durch die geltenden Einkommensbestimmungen im Staatsbürgerschaftsrecht kritisiert. Eine Prüfung durch den Verfassungsgerichtshof sei "wichtig und längst überfällig", so das Anti-Armuts-Netzwerk in einer Aussendung am Mittwoch. Viele Betroffene seien "gut genug für's Putzen und Pflegen - nicht aber für Mitbestimmung und Aufenthaltssicherheit". Statt Armut zu bekämpfen würden die Armen bekämpft, kritisierte das Bündnis, dem auch viele kirchliche Organisationen wie Caritas, Diakonie und Katholische Aktion angehören...
Seit Ende der 1990er Jahre nehmen in Österreich prekäre und schlecht bezahlte Jobs zu, weiß die Armutskonferenz. Im unteren Lohnsegment arbeiteten seit Gastarbeiterzeiten zu einem großen Teil Migranten. Gleichzeitig verzeichne Österreich in den letzten Jahren eine Zuwanderung von gut Ausgebildeten, die jedoch meist weit unter ihrer Qualifikation beschäftigt würden. Drittstaatenangehörige müssten ihrer Ausbildung entsprechend eigentlich um dreißig, Eingebürgerte um zwanzig Prozent mehr verdienen, so die Armutskonferenz. Österreich stehe hier auch im internationalen Vergleich schlecht da, verwies das Netzwerk auf den internationalen Migrations- und Integrationsindex (MIPEX), wo Österreich bei der Einbürgerungspolitik Schlusslicht sei.Read more
Staatsbürgerschaft: Armutskonferenz beklagt Diskriminierung
