Regelungen für Einbürgerungen gehören zu den restriktivsten in Europa
Als "ausgesprochen spannend, aber keinesfalls überraschend" bezeichnet die Wiener Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger die heute präsentierten Ergebnisse des Migrant Integration Policy Index (MIPEX). Demnach habe Österreich einen der restriktivsten Zugänge zur Staatsbürgerschaft und hinke damit der Realität hinterher. "Wie schon der Wiener Integrations- und Diversitätsmonitor aufzeigt, sind aktuell 24 Prozent der wahlfähigen Bevölkerung vom Wahlrecht ausgeschlossen, nur 7 von 1000 MigrantInnen werden eingebürgert. Damit steuern wir auf ein demokratiepolitisches Problem zu", analysiert Frauenberger die Fakten. "Wissenschaftliche Publikationen, wie MIPEX oder der Integrationsmonitor, helfen uns die Debatte zu versachlichen und auf Basis der Erkenntnisse Reformen einzuleiten. Es ist höchste Zeit das nun auch wirklich zu tun", spielt die Integrationspolitikerin auf die fehlenden finanziellen und bürokratischen Erleichterungen bei der letzten Novelle des Staatsbürgerschaftsrechtes an. Ergänzend dazu erneuert die Stadträtin die Wiener Forderung nach einer Änderung im Wahlrecht: "Wer hier lebt, Steuern zahlt und seinen Lebensmittelpunkt aufgebaut hat, muss auch die Möglichkeit zur Mitbestimmung haben."
