Augustin: GUT GENUG FÜRS PUTZEN

Seit Ende der 1990er Jahre nehmen prekäre, unsicher und schlecht bezahlte Jobs zu. Die Wirtschaftskrise hat auch einen Teil der unteren Mittelschichten unter Abstiegsdruck gebracht. Im unteren Lohnsegment werden seit Gastarbeiterzeiten zu einem großen Teil Migrant_innen beschäftigt-. Dafür wurden sie geholt. Gleichzeitig verzeichnete Österreich in den letzten Jahren eine höher qualifizierte Zuwanderung, die lange nicht wahrgenommen wurde. Sie müssten ihrer Ausbildung entsprechend eigentlich um dreißig, Eingebürgerte um zwanzig Prozent mehr verdienen. Sie werden aber weit unter ihrer Qualifikation beschäftigt. Und auch die Sozialhilfe ist für die meisten keine Dauerleistung: Untersuchungen aus Wien zeigen, dass für die große Mehrheit die Mindestsicherung eine kurzfristige Überbrückungshilfe darstellt. Die durchschnittliche Bezugsdauer beträgt rund 7 Monate, bei 25 Prozent bloß 1 bis 3 Monate. Nur rund 10 Prozent der Mindestsicherungs-Haushalte leben zur Gänze und dauerhaft von der Leistung. 
Laut dem internationalen Migrations- und Integrationsindex (MIPEX) ist Österreich bei der Einbürgerungspolitik Schlusslicht. Einkommensschwächere haben im europäischen Vergleich geringe Chancen auf demokratische Grundrechte. Die Teilergebnisse der European-Union-Democracy-Observatory-Studie weist die hiesigen Gesetze im letzten Drittel auf. Die Höhe des erforderlichen Einkommens liegt in Österreich im restriktiven Spitzenfeld. Das ist Demokratie nach Gutsherrenart: Gut genug den Dreck wegzuräumen...Read more

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New results of MIPEX
(2014-2020)

We are pleased to announce that the new results of MIPEX (2014-2020) will be published by the end of 2020. MIPEX 2020 will include 52 European and non-European countries: Australia, Brazil, Canada, China, EU28, India, Japan, Mexico, US and much more. Stay tuned!