Die medizinische Versorgung von Flüchtlingen weist europaweit viele Schwächen auf, auch in Deutschland gibt es noch viele Defizite. "Wir haben zwar400 Gesundheitsämter im Land, aber im öffentlichen Gesundheitswesen gibt es viel zu wenig Personal, das ist ein Drittel weniger als vor zehn Jahren", sagt Ute Teichert, Leiterin der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf. "Es kann ja sein, dass Flüchtlinge nach der Ankunft in Bayern untersucht, versorgt und geimpft worden sind - oder auch nicht. Das Problem ist, dass der Arzt in einem anderen Bundesland, in das die Menschen dann kommen, nicht weiß, was zuvor bei der Aufnahme geschehen ist."
Ärzte bewegen sich einer rechtlichen Grauzone
